Fest der Farben

Fest der Farben

Puristisches Design hat Wohnen in Schwarz-Weiß, Grau und kühlen Metalltönen modern gemacht. Doch jetzt erleben außergewöhnliche Farben ein Comeback. Ob Rosa, Türkis oder Senfgelb:
Starke Töne sind wieder gefragt.

Noch vor einiger Zeit dominierten Schwarz, Grau, Braun und allenfalls Beige oder Weiß in den Polstermöbelabteilungen der Möbelhäuser. Bloß nicht zu auffällig, sodass einem das gute Stück auf immer und ewig zusagt, lautete gerade beim Sofakauf die Devise. Heute wollen die meisten ein Sofa, das nicht nur gefällt, sondern auffällt. Das Sofa soll das Lieblingsstück sein und kein Mobiliar, das einfach nur nicht stört.

Starke Töne Daher sind genau wie dem persönlichen Geschmack der Vielfalt der Farben keine Grenzen gesetzt: Rosétöne, Tannengrün, Himmelblau, Beerentöne und sattes Gelb setzen in der Wohnung Akzente. Und zwar nicht nur bei Polstern, sondern auch bei Teppichen, Tagesdecken, Überwürfen und Esszimmerstühlen.

Das heißt nicht, dass das moderne Wohnzimmer aussieht wie ein Süßwarenladen. Akzente setzen lautet das Geheimnis – und die auffälligen Farben mit schlichtem Design zu kombinieren. Das heißt, dass ein geradliniges Sofa Puderrosa besser verträgt als ein plüschiges. Oder dass ein Sideboard, was in der Form puristisch gehalten ist, eine goldene Front gut vertragen kann.

Wer gibt den Ton an?

Wer gibt den Ton an? Bestimmte Farbgruppen sind dabei besonders aktuell: allen voran die sogenannten Aquatöne – von Eisblau bis Nachtblau. Einen beliebten Übergang zu den Grüntönen schaffen Türkis und Petrol. In dieser Gruppe setzen sich von sattem Smaragd bis zartem Lindgrün Farben mit ganz unterschiedlicher Wirkung durch. Und schließlich sorgen Rot- und Rosatöne für Extravaganz: von Altrosa bis Weinrot. Gelb ist für Solisten reserviert und dann in der Regel in den dunkleren, ins Braune tendierenden Varianten wie Senf und Curry.

Mit der neuen Farbigkeit kommen auch wieder andere Materialien ins Spiel, vor allem wenn es auf die kalte Jahreszeit zugeht. Denn starke Töne vertragen auch starken Stoff: grobe Strukturen, Samt, Cord, Wolle und farbiges Leder sind aktuell bei Polstermöbeln und Heimtextilien gefragt.

Wer gibt den Ton an? Wer gibt den Ton an?

Wie macht man es richtig?

Wie macht man es richtig? Wer bisher nur mit zurückhaltenden Farben gearbeitet hat, konnte bei der Einrichtung nicht viel falsch machen. Anders ist es, wenn auffällige Töne ins Spiel kommen. Hier gilt die Faustregel: von den oben genannten Gruppen allenfalls zwei in einem Raum kombinieren. Garant für Harmonie ist es, wenn man auf verschiedene Töne einer Gruppe zurückgreift. Kombiniert werden die farbigen Einzelstücke und Textilien mit grauen, weißen und holzfarbenen Grundelementen.

Wie macht man es richtig? Gerade wer sich noch unsicher ist, muss keinesfalls die ganze Einrichtung austauschen oder bei den großen Investitionen anfangen. Starten Sie mit den Accessoires, um neue Farben auszuprobieren. Für den Herbst bietet sich beispielsweise die farbenprächtige Palette des Altweibersommers an. Kissen und Decken, vielleicht ein Vorhang, in den Tönen von buntem Laub und reifen Beeren stimmen uns wunderbar auf die dunkle Jahreszeit ein und können schnell wieder ausgetauscht werden, wenn Sie im Frühjahr in einen neuen Farbtopf greifen wollen.