Mein Zuhause

Trends 2017: Alles, nur kein Einheitsbrei

Individualität steht bei der Inneneinrichtung weiter an oberster Stelle. Das heißt auch, dass man sich nicht konsequent für einen Stil entscheiden muss. Unterschiedliches, ja sogar Gegensätzliches darf kombiniert werden.

Unser Zuhause soll genauso widersprüchlich sein wie unser Leben: Technik und Natur, Geselligkeit und Rückzug, klar und verspielt, dezent und auffällig. Wir brauchen und wollen beides! Je mehr Hightech zu Hause Einzug hält, desto mehr Natur setzen wir dem durch entsprechende Formen, Farben und Materialien entgegen. Je unauffälliger und zurückhaltender der Einrichtungsstil, desto mehr darf mit überraschenden und frechen Details gearbeitet werden.

trends Wo früher alles aus einer Serie sein sollte, darf man heute ganz unterschiedliche Stile kombinieren, eben um der eigenen Individualität Ausdruck zu verleihen. Zusammengewürfeltes ist erlaubt. Am Esstisch muss kein Stuhl mehr dem anderen gleichen. Kein Wunder, dass deswegen die Solisten unter den Möbeln – wie Sessel, kleine Regale, Beistelltische oder Mini-Kommoden – immer beliebter werden. Sie haben außerdem den Vorteil, dass man sie leicht umstellen und so die Wohnung im Handumdrehen neuen Bedürfnissen anpassen kann.

Wir machen blau

trends Bei den Farben geben Blau und Grün im neuen Jahr weiterhin den Ton an, und zwar in kühlen und dezenten Varianten: Türkis, Petrol, Jeansblau oder Pastellblau. Hauptsache edel oder zart und damit keinesfalls zu knallig oder aufdringlich. Dazu gesellen sich alle denkbaren Grautöne. Sowohl um die Farbe als auch um das Material geht es beim Metallic-Trend. Vor allem Leuchten und Accessoires wie Vasen oder Schalen werden gerne aus Metall gewählt oder im Metall-Look angestrichen, um etwas Glanz in die eigenen vier Wände zu bringen. Neu dabei ist, dass die alte Regel „Gold zu Gold und Silber zu Silber“ nicht mehr gilt. Ein Metallmix ist jetzt das Neueste, und zwar gerne unter Mitwirkung von Kupferlegierungen wie Messing oder Bronze. Leuchten, die von außen mit einem warmen Kupferton punkten, sind beispielsweise von innen goldfarben ausgekleidet.

trends Doch diese Glanzeffekte werden beim Material nur gezielt als Akzente eingesetzt. Omnipräsent ist nach wie vor Holz – in allen Bereichen der Innenausstattung und am liebsten so naturbelassen wie möglich. Denn Naturmaterialien erleben seit einigen Jahren ein Comeback – das gilt auch für Leder, Kork und Filz. Für den Boden ist Holz das Material der Wahl. Natürlich darf es in stark beanspruchten Bereichen auch ein pflegeleichter Belag in Holzoptik sein. Die natürliche Ausstrahlung zählt.

Essen wie auf der Alm

trends Das gilt vor allem für große Esstische, die ohnehin im Fokus der aktuellen Einrichtungstrends stehen. So beliebt nach wie vor Wohnlandschaften sind, um sich mit Freunden und Familie einen netten Abend zu machen – der Esstisch holt als Kommunikationszentrum der Wohnung deutlich auf. Die Anmutung soll bodenständig sein: Grobe Holzplatten, gerne sogar mit Furchen und Rissen, Gestelle, die aussehen, als wären sie vor Jahrzehnten auf einer Alm zusammengezimmert worden, befriedigen unser Bedürfnis nach Geborgenheit, nach Unkompliziertem in einer immer komplexeren Welt und nach Erinnerungen an das vergangene, einfache Leben auf dem Land.