Mein Zuhause

Kinderzimmer: Sicher und gesund einrichten

Das Reich der Kleinen soll zauberhaft und kuschelig sein. Gerade im Kinderzimmer ist es außerdem wichtig, bei der Einrichtung auf gesundes und sicheres Mobiliar zu setzen.

Für den Nachwuchs nur das Beste – das gilt für die meisten Eltern sicherlich auch bei der Einrichtung. Während im Wohnbereich der eigene Geschmack, Optik und Gemütlichkeit den Ton angeben, kommen im Kinderzimmer zusätzliche Aspekte hinzu: nämlich Gesundheit und Sicherheit. Dank der rasanten Entwicklung der Kleinen ist es nicht damit getan, sich einmal gründlich Gedanken zu machen. Das Zimmer muss immer wieder an die sich wandelnden Bedürfnisse der Kinder angepasst werden.

trends Dabei sollten Sie dem Nachwuchs idealerweise immer einen Schritt voraus sein: Wer noch im Gitterbettchen schläft, obwohl er sich schon an den Stäben aufrichten und hochziehen kann, wird bald versuchen, herauszuklettern. Wer schon alleine auf den Kinderstuhl klettert, erklimmt auch bald die Fensterbank. Und wer eigene Vorstellungen davon entwickelt, womit er spielen will, wird alles tun, um an das begehrte Spielzeug heranzukommen – selbst wenn es im obersten Regalfach verstaut ist.

Klar ist also: Kinderzimmermobiliar muss standhaft, stabil und ab einer gewissen Höhe in der Wand verankert sein. Wenn hier Billigprodukte zum Einsatz kommen, die beim ersten Rütteln auseinanderfallen, bei denen sich Schrauben oder andere Kleinteile lösen, oder die unsauber verarbeitete Kanten aufweisen, dann ist es im Kinderreich nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Gut verarbeitete Markenware ist deshalb das A und O.

Sorgloser Schlaf

Investieren Sie von Anfang an in ein gutes Bett, das mehrere Umbaumöglichkeiten bietet, sparen Sie im Endeffekt auch die Kosten für dauernde Neuanschaffungen. Bei guten Babybettchen kann man beispielsweise – sobald das Kind den Wunsch verspürt, alleine aus dem Bett zu krabbeln – einige Stäbe entfernen. Später lassen sich dann die Gitter komplett abmontieren: Fertig ist das normale Kinderbett. Ein neues Bett muss allerdings her, wenn die Kinder von der Kinderbettgröße auf ein richtiges Bett mit einer Liegefläche von 90 x 200 cm umsteigen – üblicherweise etwa im Alter von vier bis sechs Jahren. Aber auch dann kann man vorsorgen, indem man in variable Systeme investiert, zum Beispiel in Hochbetten, die mitwachsen und später wieder ganz ohne Stelzen auskommen, wenn im Jugendalter das Hochbett „uncool“ geworden ist.

Gerade beim Hochbett ist Stabilität der Sicherheitsaspekt Nummer Eins. Das Bett muss nicht nur stabil stehen, es muss auch mehreren tobenden Kindern standhalten und darf nicht kippen, wenn der Nachwuchs sich an einer Seite hochzieht und reinklettert, anstatt die Leiter zu benutzen. Wer Sorge hat, dass das Kind aus dem Bett fallen könnte, kann einen zusätzlichen Rausfallschutz oder Tunnel anbringen. Bei einigen Spielbetten sind Kletterseile dabei. Die sollten aber bei Kleinkindern definitiv entfernt werden, denn es besteht Strangulierungsgefahr.

trends

Schlau verstauen

Fester Stand ist auch bei Kleiderschränken und Regalen wichtig. Auch hier gilt: Es reicht nicht, wenn sie auf den ersten Blick stabil stehen. Öffnen Sie die Türen und rütteln oder ziehen Sie dann etwas daran – steht der Schrank immer noch kerzengerade an der Wand oder neigt er sich schon? Scheuen Sie lieber nicht den Aufwand, die Möbel in der Wand zu verankern. Gerade bei Kleinkindern sollten die Lieblingssachen leicht zu erreichen sein, beispielsweise in mühelos hervorziehbaren Boxen auf dem untersten Regalboden. So beugen Sie halsbrecherischen Kletterpartien automatisch vor. Je weniger Türen oder gar schwergängige Schubladen, desto geringer die Gefahr, dass sich das Kind klemmt oder die ganze Schublade auf den Füßen landet. Wenn schon Schubladen, dann solche, die leichtgängig sind und nicht komplett herausgezogen werden können.

trends trends

Gutes Material kann nicht schaden

Während die oben erläuterten Aspekte leicht zu berücksichtigen gibt, sind unsichtbare Gefahren etwas schwieriger zu entschärfen: die Schadstoffe. Natürlich sollten wir in der ganzen Wohnung auf gesunde Materialien setzen, aber im Kinderzimmer ist es besonders wichtig, weil Kinder schneller durch Schadstoffe belastet werden. Ihre Haut ist dünner und durchlässiger, der Körper weniger belastbar und sie schrecken nicht davor zurück, das Mobiliar auch mal mit dem Mund zu „bearbeiten“.

trends Geprüfte Markenware ist immer der beste Garant gegen Schadstoffe. Massivholz ist generell besser als Spanplatten, weil in diesen Formaldehyd verarbeitet sein könnte. Doch auch bei Vollholz kommt es auf die Abschlussbehandlung an: Öl oder Wachs sind ideal. Als Bodenbeläge eignen sich Vollholz, unbehandelter Kork oder Linoleum. PVC-Böden enthalten hingegen häufig Weichmacher. Wenn Sie das Kinderzimmer streichen möchten, wählen Sie Wandfarben, die möglichst frei von Lösungsmitteln sind, beispielsweise mineralische Silikatfarben.

Bei allem Sicherheitsdenken vernachlässigen Sie aber nicht die fröhlich-bunte und einladende Atmosphäre, die im Kinderzimmer herrschen sollte. Denn nur wer sich wohlfühlt, bleibt auf Dauer gesund.

Besiegelte Sicherheit

Verschiedene Qualitätszeichen können Verbrauchern Hilfestellung bei der Wahl des Mobiliars geben. Das GS-Prüfzeichen steht beispielsweise für besonders sichere Kindermöbel. Das Goldene M zeichnet Möbel aus, die qualitativ hochwertig verarbeitet sind. Der Blaue Engel weist auf eine geringe Schadstoffbelastung hin. Und das GUT-Label kennzeichnet unbedenkliche Bodenbeläge.