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Ordnung: Stauraumwunder und Aufräumtricks

Mit dem richtigen Mobiliar und der richtigen Technik wird Ordnung zum Kinderspiel

Nicht nur, dass es unschön aussieht und bei Gästen keinen guten Eindruck hinterlässt: Wenn die Wohnung im Chaos versinkt, können all die schönen Möbel, in die Sie investiert haben, gar keine Wirkung entfalten. Die Einrichtung wirkt chaotisch und unübersichtlich, selbst wenn sie eigentlich gut durchdacht und stilsicher ist.

trends Wie macht man also aus notorischen Aufräummuffeln Ordnungsliebhaber? Dieser Frage widmen sich längst Profis. Es gibt professionelle Coaches, die ihren Kunden das Aufräumen beibringen – ein weiteres Zeichen, wie wichtig Ordnung ist, um sich zu Hause wohlzufühlen. Wer nicht gleich den Profi engagieren will, kommt aber auch mit einigen Tricks und vor allem dem richtigen Mobiliar ein Stück weiter.

Nur noch die wichtigen Dinge

trends Wer es systematisch angehen will, muss zuerst Ausmisten. Das heißt nicht, dass man sich sofort von lieb gewordenen Dingen trennen muss, aber was man nur noch sehr selten benötigt, kann vielleicht in Kisten auf den Speicher, in den Keller oder sogar in günstig anmietbare Lagerräume. Schauen Sie mal ins Bücherregal, wie viele alte Schinken dort vor sich hin stauben, die Sie nie wieder in die Hand nehmen werden. Vielleicht ist auch noch ein ganzes Sideboard mit CDs gefüllt, obwohl die Musik längst aus dem Rechner kommt. Indem Sie Stauraum freimachen, können andere Dinge, die im Weg rumstehen, wieder in greifbarer Nähe hinter Türen verschwinden.

trends Also wird nach dem Ausmisten neu verteilt und alles bekommt wieder einen festen Platz. Danach funktioniert es nur mit etwas Disziplin: Legen Sie die Dinge sofort nach dem Gebrauch wieder an dem Platz ab, der dafür vorgesehen ist. Spätestens am Abend sollten Sie die Wohnung in ihre „Ausgangsposition“ zurückversetzen. Denn je mehr Unordnung sich aufhäuft, desto höher steigt die Hemmschwelle, um wieder Ordnung zu schaffen.

Clever verstauen

trends Ohne das richtige Mobiliar kann auch mit einer disziplinierten Herangehensweise keine Ordnung in den vier Wänden einkehren. Schon ein zusätzliches Regal kann das Chaos entschärfen, aber natürlich nur, wenn es zur Einrichtung passt und nicht für noch mehr optische Unruhe sorgt. Deswegen sind erweiterbare Möbel besonders praktisch. Eine Wohnwand, die bei Bedarf um passende Module erweitert werden kann, passt sich beispielsweise immer wieder neuen Gegebenheiten an, ohne zusammengewürfelt zu werden.

trends Gerade bei kleineren Wohnungen ist es besonders wichtig, den vorhandenen Raum optimal auszunutzen. Einbauschränke, zum Beispiel im Schlafzimmer, sorgen dafür, dass kein Platz verschenkt wird. Das gilt sogar in Wohnungen mit vielen Schrägen, die bei ausgeklügelten Systemen problemlos miteingeplant werden können. Wenn Ihnen Stauraum fehlt, gehen Sie durch die Wohnung und überlegen Sie, wo es ungenutzte Flächen gibt. Unter Betten lässt sich beispielsweise mit den richtigen Schubkästen vieles in Reichweite verstauen. Und natürlich stellen Sie mitten in den Raum oder vor das Fenster keinen weiteren Schrank – aber wie wäre es dort mit einer schönen Truhe? Die bringt allerhand unter, ist dekorativ und dient auch noch als Sitzgelegenheit.

trends Wer auch hinter verschlossenen Türen Ordnung halten will, setzt außerdem auf eine flexible Inneneinteilung. Ob Wohnwand, Vitrine oder Sideboard: Regalböden, die sich versetzen lassen, oder modulare Innenaufteilungen für Schubladen schaffen Übersicht und sorgen dafür, dass für jedes Hab und Gut ein Fach in genau der richtigen Größe zur Verfügung steht.

Express-Ordnung

Die Wohnung sieht aus wie Kraut und Rüben und auf einmal kündigt sich Besuch an?
Mit diesen Tipps machen Sie ein Schlachtfeld in 15 Minuten vorzeigbar:

  • Für die erste Schadensbegrenzung den Wäschekorb unter den Arm klemmen und in jedem Raum jegliche Kleidung, Kissen, Decken, die wild in der Gegend herumliegen, einsammeln und ab damit in den Keller oder Wäscheraum.
  • Gleiches machen die Kinder mit ihrem Spielzeug – am besten als Wettbewerb.
  • Gibt es keinen Abstellraum, kommt Überflüssiges hinter verschlossener Türe ins Schlafzimmer – dort wirft der Besuch keinen Blick rein.
  • Auf dem Herd steht noch der Rest vom Mittagessen, aber zum Einfrieren oder in den Kühlschrank räumen fehlt die Zeit? Ab damit in den Backofen – aber nicht vergessen, es später wieder herauszuholen.
  • Wenn man erst Platz zum Sitzen schaffen muss, fühlt sich ein Gast kaum willkommen – also schnell das Sofa herrichten und die Stühle freimachen.