Mein Zuhause

Kleine Räume, großes Potential

"Kleine Schlafzimmer bedeuten nicht automatisch großen Ärger beim Verstauen von Kleidung und Sonstigem. Mit einigen Tricks stehen sie großen Räumen in nichts nach."

Ein Schlafzimmer ist so praktisch: Hier können wir all das verstauen, das keinen angestammten Platz hat, denn schließlich betreten Besucher nur selten unser Schlafgemach. – Stopp, so nicht! Unser Schlafzimmer ist ein Raum zum Kraft und Energie tanken, zum Ausruhen und Abschalten. Es ist ein Rückzugsort, zu dem der Alltag keinen Zutritt haben sollte. Verwechseln Sie es deshalb nicht mit einer Abstellkammer. Denn nur, wenn alles seinen Platz hat und das Zimmer nicht im Chaos versinkt, können wir die Gedanken ungestört fließen lassen. Je kleiner der Raum, desto schwerer ist es natürlich, alles unterzubringen. Mein Zuhause hat ein paar Tipps auf Lager, mit denen Sie kleine Zimmer optimal nutzen können.

Unsichtbarer Stauraum

Großes Potential
... großes Potential

Eines vorweg: Kleine Schlafzimmer sind nicht per se schlechter als große. Sie sind gemütlich, gut zu heizen – und schnell aufzuräumen. Allein das Unterbringen der Kleidung erfordert etwas mehr Kreativität.
Das platzsparende Möbelstück schlechthin ist der Einbauschrank. Darin lassen sich Kleider, Schuhe und Krimskrams nahezu unsichtbar verstauen. Doch nicht jeder hat das Glück, in seinem Schlafzimmer eine geeignete Nische oder einen bereits eingebauten Schrank vorzufinden. Eine Alternative sind raumhohe Regale, die viel Stauraum bieten und Zimmer mit niedrigen Decken außerdem optisch höher wirken lassen. Denken Sie nur an eins: So wertvoll er ist – den Stauraum will niemand sehen. Lassen Sie ihn zum Beispiel hinter Schiebetüren oder -vorhängen verschwinden, denn die nehmen im Vergleich zu Schwingtüren am wenigsten Platz ein. Verspiegelte Türen eignen sich nicht nur für einen prüfenden Blick nach dem Ankleiden, sie gaukeln dem Auge auch einen größeren Raum vor.
Der Platz über dem Bett darf ruhig genutzt werden, zum Beispiel mit einem individuellen Schranksystem, in dem verschiedene Elemente kombiniert werden können. Darin finden die Bücher Platz, die wir abends im Bett lesen wollen, aber auch Fotos oder – am besten hinter Türen – Kleidung und Wäsche.
Auch unter dem Bett ist viel Platz. In Unter-Bett-Kommoden aus Stoff, Bettkästen, Boxen, Körben oder Kisten lassen sich Bettwäsche, im Sommer ungenutzte Winterjacken, Schuhe und vieles mehr aus dem Sichtfeld räumen. Noch praktischer sind Hochbetten. Darunter findet dann gleich noch ein Sofa, ein Schreibtisch oder eine Kommode Platz. Nutzen Sie auch den Raum hinter der Schlafzimmertür. An Hakenleisten können Sie zum Beispiel Handtücher oder Jacken aufhängen.

Verschiedene Lichtquellen

Farbe an den Wänden ist auch in kleinen Schlafzimmern erlaubt – aber bitte in Maßen. Dunkle Farben wirken im Schlafzimmer zwar gemütlich, allerdings verkleinern sie die Räume auch optisch. Gleiches gilt für gemusterte Tapeten. Sie lassen den Raum voll und unruhig wirken. Bleiben Sie in einer Farbfamilie und mischen Sie nicht wild zusammen, denn das bringt Unruhe in den Raum, der eigentlich der Entspannung dienen soll. Den gleichen Effekt haben auch viele kleine Bilder an den Wänden. Lieber wenige große Bilder mit dünnen Rahmen aufhängen als gleich eine ganze Ahnengalerie.
Verschiedene Lichtquellen lockern die Atmosphäre im Schlafzimmer auf. Neben der obligatorischen Deckenlampe können auch Nachttischlampen, Stehlampen oder Strahler am Kleiderschrank Akzente setzen und die Blicke bewusst lenken. Probieren Sie einfach einmal aus, welches Licht Ihnen in welcher Stimmung guttut.
Ob großes oder kleines Zimmer, die passende Verdunklung ist wichtig für einen tiefen und erholsamen Schlaf. Transparente Vorhänge oder Faltrollos in hellen Farben schützen vor neugierigen Blicken, aber nicht unbedingt vor der hellen Morgensonne. Wer es dunkler mag, sollte lieber dicht abschließende Rollos aus Holz oder beschichtetem Stoff wählen. Bodenlange Vorhänge lassen das Zimmer etwas größer wirken.
Mit einigen Tricks entfalten also auch kleine Räume ein großes Potenzial und bieten jede Menge Stauraum. Das Wichtigste ist jedoch: Halten Sie Ordnung. Denn wenn das Auge nicht ständig an herumliegenden Zeitschriften, Fernbedienungen oder Klamotten hängen bleibt, lässt es sich gut austricksen, und plötzlich bietet auch das kleinste Schlafzimmer dem Auge ein wenig Weite.