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Neue Esstische: Mahlzeit im Großformat

Große Esstische haben Konjunktur. Denn das gemeinsame Essen mit der Familie oder mit Freunden nimmt heutzutage wieder einen großen Stellenwert ein. Deswegen legen viele bei einem neuen Essplatz vor allem Wert darauf, dass er allen Gelegenheiten gerecht wird.

Noch vor einigen Jahrzehnten war es selbstverständlich, dass sich die Familie so oft wie möglich zur gemeinsamen Mahlzeit zusammenfand. Aber mit den zunehmenden beruflichen Verpflichtungen – auch und vor allem der Mütter – sowie den mittlerweile eng getakteten Schul- und Freizeitaktivitäten der Kinder verlor das gemeinsame Essen nach und nach an Stellenwert. Doch in Familien, in denen sich jeder einfach etwas aus dem Kühlschrank nimmt, wenn er Hunger hat, oder unterwegs mit Fastfood für Nachschub sorgt, geht damit auch ein wichtiges Kommunikationsritual verloren.

Deswegen findet in vielen Familien seit einigen Jahren eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte statt. Gemeinsame Mahlzeiten werden wieder gewürdigt. Und wenn es die Zeit nicht zulässt, unter der Woche zusammen etwas Selbstgekochtes zu verzehren, zelebriert man es am Wochenende umso mehr. Da sind dann auch Gäste gern gesehen, denn gemeinsames Kochen und Essen zu Hause wird immer beliebter und bringt mehr Ruhe und Vertrautheit in den hektischen Alltag als ein Restaurantbesuch.

Trends für die Tafelrunde

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Klar ist also, dass der Essplatz diesen Anforderungen gerecht werden muss und allen Familienmitgliedern sowie möglichst vielen Gästen bequem Platz bieten sollte. Daher liegen große und ausziehbare Esstische absolut im Trend. Wo früher 120 mal 80 Zentimeter als Standardmaß für den Küchentisch galt, darf es heute gerne ein bisschen mehr sein: Lange Tafeln, die bis zu 2,20 Meter oder gar 2,60 Meter erreichen, sind beliebt.

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Platz ist häufig genug, weil offene Grundrisse den Essplatz aus der kleinen Küche herausholen und in den Wohnraum integrieren. Deswegen haben sich auch die Anforderungen ans Design verändert. Nicht nur funktional, sondern auch warm und wohnlich müssen Esstische heute sein. Deshalb ist Holz und vor allem Massivholz momentan sehr gefragt. Der Trend zum Natur-Look hat sogar Esstische hervorgebracht, bei denen die Tischplatte wie „direkt aus dem Baum geschlagen“ aussieht, mit geschwungenen und rauen Kanten, großen Rissen und Astlöchern – als säße man direkt im Wald.

Zieh mich aus!

trends Wer für einen solchen Koloss keinen Platz hat, kann aus zahlreichen Ausziehvarianten wählen. So nimmt der Tisch nur viel Raum ein, wenn wirklich viele Personen einen Sitzplatz brauchen. Ist die Runde wieder aufgelöst, verwandelt er sich im Handumdrehen wieder in das platzsparende Miniformat.

Unterschiedliche technische Varianten machen’s möglich: Der Klassiker ist die Einlegeplatte für die Mitte. Sie ist die richtige Wahl für alle, die ihren Esstisch gleichmäßig auf beiden Seiten erweitern wollen. Allerdings hat der Tisch natürlich immer eine Ritze in der Mitte, da auch die nicht ausgezogene Tischplatte aus zwei Teilen besteht. Wenn der Tisch so steht, dass er ohnehin nur zu einer Seite ausgezogen werden kann, empfehlen sich Varianten, bei denen die Ansteckplatte an einer Seite angebracht wird. Hier ist die Tischplatte im nicht ausgezogenen Zustand durchgängig. Besonders flexibel sind Tische, bei denen auf beiden Seiten eine Platte ausgezogen werden kann. Die Tischplatte ist durchgängig und kann je nach Bedarf nur auf einer oder auf beiden Seiten erweitert werden. So bietet auch ein kleiner Tisch mit vier Plätzen schnell Platz für acht oder sogar zehn Leute.

Flexibilität ist auch ein guter Grund, warum Tische mit einem Fuß in der Mitte wieder stärker im Angebot sind. Dadurch, dass keine vier Tischbeine die Anordnung vorgeben, können Stühle und Hocker hier flexibler um den Tisch platziert werden.

Bequeme Sitzgelegenheiten

trends Der Anspruch an wohnliches Design hat auch dazu geführt, dass die Vielfalt an Esszimmerstühlen immens gewachsen ist. Der simple Küchenstuhl wird häufig als zu unbequem empfunden – nun da man wieder viele Stunden in geselliger Runde am Tisch verbringen möchte. Gepolsterte Varianten, häufig auch mit gepolsterter, hoher Rückenlehne sind beliebt. Freischwinger, die leicht nachgeben, bieten absoluten Komfort. Auch Armlehnen sind häufiger dabei – der Esszimmerstuhl soll so bequem wie ein Sessel sein. Und natürlich so schick wie die übrige Wohnzimmereinrichtung. Deswegen ist – früher in der Küche undenkbar – Leder oder pflegeleichtes Kunstleder auf dem Vormarsch.